Aphasiker-Zentrum

Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Wer Sind Wir?

Das Aphasiker-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AZMV e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein. Als Kontakt-und Beratungsstelle arbeiten wir für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, speziell mit Sprach-und Sprechstörungen.

Was ist überhaupt eine Aphasie?

Aphasie ist eine Sprachstörung, die infolge einer Erkrankung oder Verletzung des Gehirns (z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Tumor) auftreten kann.


Aphasie kann sowohl das Sprechen als auch das Lesen und Schreiben erschweren.

Aphasie ist keine geistige Behinderung.

Das Aphasiker-Zentrum hilft mit:

  • Infos zu Aphasie und Tipps zum Umgang mit Aphasie
  • Vorträgen, Projekten, Seminaren, z.B. „Neue Medien“, Tag der Aphasie
  • Kontakten zu Selbsthilfegruppen, z.B.in Parchim, Plau am See/ Lübz, Güstrow, Waren, Röbel oder den „Aktiven Aphasikern“
  • Infoprojekte mit Schulklassen z.B. „Aphasie, die verlorene Sprache"

Es ist wichtig, das in der Therapie Erlernte im Alltag anzuwenden. Wir zeigen Möglichkeiten auf, die Sprache im Alltag zu aktivieren.

Fahrschule für sichere Kommunikation

Tipps zum Umgang mit Sprach-und Sprechstörungen für Betroffene und Angehörige

Infolge einer Hirnschädigung können sprachverarbeitende Gebiete im Gehirn beschädigt werden. Dann ist der Weg zur Sprache versperrt. In Analogie zum Straßenverkehr sind plötzlich Straßen gesperrt, überall ist Stau, die Unfallgefahr steigt. Hier finden Sie einen Weg durch das Labyrinth.

Jeder Weg braucht Zeit

Bei einer Aphasie wird Sprache zur Arbeit. Wenn Chaos auf den Straßen herrscht, dauert die Autofahrt länger. Was zuvor automatisch unbewusst geschah, erfordert nun höchste Konzentration und braucht mehr Zeit.

Wegweiser - Schlüsselwörter

Kurze Anweisungen ebnen den Weg: Ja-Nein-Fragen und einfache Schlüsselwörter weisen die Richtung, wie Hinweisschilder auf der Autobahn.

Fahrer und Fahrpraxis

Niemand zeigt gerne Dinge, die er nicht gut kann. So muss jeder Betroffene erst eine Schwelle überwinden. Hier gilt: Nur der Mutige gewinnt. Nur wer sich wirklich traut, eine Sprache zu sprechen und sei es mit Händen und Füßen, wird sicherer und kann besser zu werden.

Die Route planen- Gesprächsthema festlegen

Wenn Sie verreisen, planen Sie eine Route. Suchen Sie in der Kommunikation ein Thema, über dass Sie reden möchten. An schöne Ziele reist man gerne. Was wir mögen und was uns wichtig ist, ist auch sprachlich oft leichter zugänglich.

Hilfsmittel erlaubt

Wer unbekannte Wege fährt, nutzt Karten oder ein Navi. In der Kommunikation sind alle Hilfsmittel erlaubt. Nutzen Sie: Papier, Stift, Fotos.

Signale und Blickkontakt

So wie es ganz eindeutige Signale im Straßenverkehr gibt, setzen Sie mit jeder Äußerung über das Wort hinaus Zeichen. Suchen Sie immer Blickkontakt, achten Sie auf die Körpersprache und binden Sie Ihren Angehörigen immer in das Gespräch mit ein. Niemand mag es, wenn über seinen Kopf hinweg über ihn gesprochen wird.

Prüfungssituation

„Streng Dich mehr an!“, durch Druck steigt der Stresspegel. Je verzweifelter man nach einem Wort ringt, umso weniger findet man es. Hintergrundgeräusche (Fernseher, Radio) oder viele Gesprächspartner erschweren das Verstehen.

Weitere Tipps und Infos erhalten Sie im Aphasiker-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern e.V.